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GNU General Public License
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Die GNU General Public License (kurz GNU GPL oder GPL; aus dem Englischen wörtlich fĂŒr allgemeine Veröffentlichungserlaubnis oder -genehmigung) ist eine Softwarelizenz, die dem Nutzer gewĂ€hrt, die Software auszufĂŒhren, zu studieren, zu Ă€ndern und zu verbreiten (kopieren). Software, die diese Freiheitsrechte gewĂ€hrt, wird Freie Software genannt; und wenn die Software einem Copyleft unterliegt, so mĂŒssen diese Rechte bei Weitergabe (mit oder ohne Software-Ănderung, -Erweiterung, oder Softwareteile-Wiederverwendungcite-ref-1[1]) beibehalten werden. Bei der GPL ist beides der Fall.
Die ursprĂŒngliche Lizenz hat Richard Stallman von der Free Software Foundation (FSF) fĂŒr das GNU-Projekt geschrieben. Die FSF empfiehlt die aktuelle, dritte Version (GNU GPLv3), die im Jahr 2007 veröffentlicht wurde.cite-ref-license-recommendations-software-2-0[2]
Contents
âą Nutzung
âą Geschichte
âą GPL Version 3
âą Copyleft-Prinzip
âą Rechtslage
âą Deutschland
âą USA
âą Copyright
âą Kritik
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Nutzung
Die GPL kann von jedem als Lizenz verwendet werden, um mit dieser die Freiheitsrechte der Endnutzer sicherzustellen.cite-ref-3[3] Sie ist die erste Copyleft-Lizenz fĂŒr den allgemeinen Gebrauch. Copyleft bedeutet, dass Ănderungen oder Ableitungen von GPL-lizenzierten Werken nur unter den gleichen Lizenzbedingungen (also eben GPL) vertrieben werden dĂŒrfen. Damit gewĂ€hrt die GPL den EmpfĂ€ngern eines Computerprogramms die Freiheitsrechte Freier Software und nutzt Copyleft, um sicherzustellen, dass diese Freiheiten bei Weiterverbreitung erhalten bleiben, auch wenn die Software verĂ€ndert oder erweitert wird. FreizĂŒgige Lizenzen wie die BSD-Lizenz hingegen fordern nicht das Copyleft.
Unter GPL lizenzierte Software darf fĂŒr alle Zwecke ausgefĂŒhrt werden (auch kommerzielle Zwecke, und GPL-lizenzierte Compiler und Editoren dĂŒrfen auch als Werkzeuge fĂŒr die Erstellung von proprietĂ€rer Software genutzt werden).cite-ref-4[4] Bei rein privater (oder interner) Verwendung ohne Vertrieb und ohne Weitergabe darf sie modifiziert werden, ohne dass der Quellcode offengelegt werden muss (nur bei Vertrieb oder Weitergabe mĂŒssen der Quellcode und etwaige Code-Ănderungen den Endnutzern zugĂ€nglich gemacht werden â dann kommt nĂ€mlich Copyleft zur Anwendung, um sicherzustellen, dass die Endnutzer-Freiheiten erhalten bleiben).cite-ref-5[5] Jedoch muss Software, die als Anwendungsprogramm unter einem GPL-lizenzierten Betriebssystem wie GNU/Linux lĂ€uft, nicht zwangsweise unter GPL oder quelloffen vertrieben werden. Die Lizenzierung ist dann nur von den verwendeten Bibliotheken und Software-Teilen abhĂ€ngig (nicht von der unterliegenden Plattform).cite-ref-portlinux-6-0[6]cite-ref-7[7]cite-ref-8[8]cite-ref-9[9] Wenn zum Beispiel ein Anwendungsprogramm nur eigene Software enthĂ€lt, oder mit quelloffenen Software-Teilen kombiniert wird, die keinem strengen Copyleft unterliegen (also somit auch keine GPL-Teile),cite-ref-10[10] dann mĂŒssen die eigenentwickelten Software-Teile nicht unter GPL oder quelloffen gelegt werden (selbst wenn das eingesetzte Betriebssystem unter GPL lizenziert ist).cite-ref-portlinux-6-1[6] Nur bei der Realisierung von Software, die neue (eigene) Quellcode-Teile mit GPL-Teilen verbindet (und wenn diese Software verbreitet oder vertrieben wird), muss der Quellcode den Nutzern (unter den gleichen Lizenzbedingungen: GPL) zugĂ€nglich gemacht werden. Die GNU Lesser General Public License (LGPL) wurde entwickelt, um ein schwĂ€cheres Copyleft als GPL zu haben: LGPL erfordert nicht, dass eigene entwickelte Code-Teile (die LGPL-Teile nutzen, aber von ihnen unabhĂ€ngig sind: z. B. lediglich Library-Aufruf) unter den gleichen Lizenzbedingungen zur VerfĂŒgung gestellt werden mĂŒssen.
Nutzer und Firmen dĂŒrfen fĂŒr den Vertrieb von GPL-lizenzierten Werken Geld verlangen (kommerzieller Vertrieb),cite-ref-11[11]cite-ref-12[12] oder sie kostenlos vertreiben. Dies unterscheidet GPL von Software-Lizenzen, die den kommerziellen Vertrieb verbieten. Die FSF erklĂ€rt, dass freiheitsrespektierende Software auch den kommerziellen und gewerblichen Nutzen und Vertrieb (inklusive Weitervertrieb) nicht einschrĂ€nken darf:cite-ref-13[13] Die GPL besagt ausdrĂŒcklich, dass GPL-Werke (z. B. Freie Software) zu jedem Preis verkauft oder weitervertrieben werden können.cite-ref-14[14]
Geschichte
Die GNU GPL wurde im Januar 1989 von Richard Stallman, dem GrĂŒnder des GNU-Projekts, geschrieben.
Sie basierte auf einer Vereinheitlichung gleichartiger Lizenzen, die bei frĂŒheren Versionen von GNU Emacs, dem GNU Debugger und der GNU Compiler Collection Anwendung fanden. Diese Lizenzen waren auf jedes Programm speziell zugeschnitten, enthielten aber die gleichen Vorschriften wie die aktuelle GNU GPL. Das Ziel von Stallman war, eine Lizenz zu entwickeln, die man bei jedem Projekt verwenden kann. So entstand die erste Version der GNU General Public License, die im Januar 1989 veröffentlicht wurde.
Im Juni 1991 veröffentlichte die Free Software Foundation (FSF) die zweite Version der GNU GPL (GPLv2). Die wichtigste Ănderung dabei war die Freiheit-oder-Tod-Klausel (Liberty or Death) in Paragraph 7.cite-ref-15[15] Diese besagt: Wenn es nicht möglich ist, einige Bedingungen der GNU GPL einzuhalten â beispielsweise wegen eines Gerichtsurteils â ist es untersagt, diese Lizenz nur bestmöglich zu erfĂŒllen. In diesem Fall ist es also ĂŒberhaupt nicht mehr möglich, die Software zu verbreiten. Auch kam der Paragraph 8 hinzu: Dieser erlaubt es einem Autor, die GĂŒltigkeit der Lizenz geographisch einzuschrĂ€nken, um LĂ€nder auszuschlieĂen, in denen die Verwertung des Werks durch Patente oder durch urheberrechtlich geschĂŒtzte Schnittstellen eingeschrĂ€nkt ist. AuĂerdem ist die zweite Version mit nicht-US-amerikanischen Rechtssystemen kompatibel, da sie sich auf die Berner Ăbereinkunft stĂŒtzt.
Zeitgleich wurde am 2. Juni 1991 eine neue Lizenz mit dem Namen GNU Library General Public License (GNU LGPL) mit der Versionsnummer 2.0 (GNU LGPL v2.0) veröffentlicht, bei der es sich um eine von der GNU GPL abgeleitete, gelockerte Version der GNU GPL handelt.cite-ref-16[16] Sie wurde eingefĂŒhrt, weil seit 1990 deutlich wurde, dass die GNU GPL in manchen FĂ€llen (meist fĂŒr Programmbibliotheken) zu restriktiv (einschrĂ€nkend) war. Die GNU LGPLv2 (Juni 1991) wurde ursprĂŒnglich fĂŒr einige bestimmte Bibliotheken entworfen. Die Lizenz verwirklicht das Modell eines schwachen Copylefts, wobei zwar darunter stehende Programmbibliotheken nicht mehr zur Folge haben, dass die sie verwendenden Programme ebenfalls unter gleichen Bedingungen lizenziert werden mĂŒssen, jedoch unterliegen Weiterentwicklungen der Bibliotheken selbst nach wie vor der GNU LGPL. Mit der im Februar 1999 erschienenen Version 2.1 wurde die Lizenz in GNU Lesser General Public License umbenannt, der neue Name war ein Vorschlag von Georg Greve.cite-ref-greve-lgpl-17-0[17]
Seit ihrer EinfĂŒhrung ist die GPL v2 die am weitesten verbreitete freie Variante. Die meisten Programme im GNU-Projekt sind unter der GPL und der LGPL lizenziert, darunter auch die Compilersammlung GCC, der Texteditor GNU Emacs und der Gnome Desktop. Auch viele weitere Programme von anderen Autoren, die nicht Bestandteil des GNU-Projekts sind, sind unter der GPL lizenziert. AuĂerdem sind alle LGPL-lizenzierten Produkte auch unter der GPL lizenziert.
Der erste Entwurf der dritten Version der GPL wurde am 16. Januar 2006 der Ăffentlichkeit zur Diskussion vorgestellt. Es folgten drei weitere EntwĂŒrfe. Am 29. Juni 2007 wurde schlieĂlich die fertige Version der GPL 3 publiziert.
Richard Stallman kĂŒndigte bei der Veröffentlichung der GPLv3 2007 an, fĂŒr eine nĂ€chste GPL-Version (âGPLv4â) diesmal nicht so lange zu warten, sondern eine solche innerhalb der nĂ€chsten zehn Jahre in Angriff zu nehmen; ĂŒber konkrete Planung ist jedoch nichts bekannt.cite-ref-18[18]
GPL Version 3
Am 29. Juni 2007, 16 Jahre nach dem Erscheinen der Version 2 im Jahre 1991, erfolgte eine Revision der Lizenz mit der Version 3. Einige der gröĂten und wichtigsten Ănderungen sind:
1. Die GPL soll eine globale Lizenz sein. Ab der Version 2 unterstĂŒtzt sie zwar die Internationalisierung relativ erfolgreich, indem sie sich auf die minimalen Prinzipien der Berner Ăbereinkunft zum Schutz von Werken der Literatur und Kunst stĂŒtzte, trotzdem war sie immer noch zu stark auf das US-amerikanische Rechtssystem ausgelegt. Daher soll nationalen rechtlichen Besonderheiten mehr Bedeutung eingerĂ€umt werden, ohne dabei die unumstöĂlichen Grundprinzipien der GPL zu verletzen.
2. FĂŒr den Paragraphen 3 der GPL Version 2, der fĂŒr das Verteilen, Kopieren und Modifizieren von Software zustĂ€ndig war, und den Paragraphen 7, der fĂŒr die Regelung von Patenten und anderen rechtlichen BeschrĂ€nkungen maĂgeblich war, sollten Ănderungen eingefĂŒhrt werden, die unterschiedliche Interessen und Standpunkte aller Lizenzteilnehmer möglichst gut vereinen.
3. Die GPL ist die Verfassung der Bewegung fĂŒr freie Software. In erster Linie stehen deshalb gesellschaftspolitische Absichten im Vordergrund, erst dann technische und ökonomische. Ein absolutes Grundprinzip ist dabei der freie Austausch von Wissen, ebenso wie der freie Zugang zu technischem Wissen und Kommunikationsmitteln, nach dem Vorbild der wissenschaftlichen Freiheit. Entwicklungen wie Softwarepatente, Trusted computing und DRM, die diesen Prinzipien entgegenwirken, sollen unter dem gesellschaftspolitischen Gesichtspunkt betrachtet und so in der GPL berĂŒcksichtigt werden, wobei die angefĂŒhrten Freiheiten unangetastet bleiben mĂŒssen.
Die FSF als Halter der GPL unter der Leitung von Richard Stallman koordinierte die Ăberarbeitung, beraten wurde sie dabei von Eben Moglen. Durch die angestrebte UniversalitĂ€t der GPL 3 ergaben sich zwangslĂ€ufig konkurrierende Interessenlagen. Am 16. Januar 2006 wurde ein erster vorlĂ€ufiger Entwurf veröffentlicht und zur Diskussion gestellt, um ein möglichst optimales Ergebnis fĂŒr die zukĂŒnftige Publikation zu erreichen.
Die GPLv3 wurde seit der Veröffentlichung des ersten Entwurfs kontrovers diskutiert. Kontrovers diskutiert wurde u. a. in der Entwurfsphase der Aspekt der Tivoisierung, der in der vorherigen Version v2 nicht bedacht worden war. Der FSF-Vorschlag soll Tivoisierung zukĂŒnftig verhindern,cite-ref-19[19] der Linuxkernelinitiator Linus Torvaldscite-ref-20[20] kritisierte jedoch dieses Vorgehen und vertrat den Standpunkt, dass Tivoisierung erlaubt bleiben solle. Torvalds kritisierte insbesondere die ersten zwei EntwĂŒrfe Ă€uĂerst scharf und sieht weiterhin keinen Grund, den Linux-Kernel unter diese Version der Lizenz zu stellen. Starke Kritik gab es auch von Seiten der Firmen Linspire, Novell, MySQL und anderen. Einige Firmen â insbesondere MySQL â Ă€nderten daraufhin die Lizenzformulierung ihrer Produkte von âGPLv2 or laterâ zu âGPLv2 onlyâ.cite-ref-21[21] Neben dem Linux-Kernel entschieden sich einige weitere FOSS-Projekte, nicht auf die GPLv3 zu wechselncite-ref-22[22]: BusyBox,cite-ref-23[23]cite-ref-24[24] AdvFS,cite-ref-pressrelease-25-0[25] Blender,cite-ref-libredwg-gplv3-opinion-26-0[26] und der VLC media player.cite-ref-27[27]
Ein weiterer Diskussionsaspekt war, ob die GPLv3 Affero-artige Anforderungen erlauben sollte, was die sogenannte ASP-LĂŒcke in der GPL (englisch ASP loophole in the GPL) geschlossen hĂ€tte.cite-ref-28[28]cite-ref-fsfaffero-29-0[29] Nachdem jedoch einige Bedenken wegen des zusĂ€tzlichen administrativen Aufwandes geĂ€uĂert worden waren, wurde entschieden, die Affero-Lizenz als eigenstĂ€ndige Lizenz von der GPL getrennt zu behalten.cite-ref-30[30]
Auch gab es Kontroversen ĂŒber die Mischbarkeit von GPLv2-Software mit GPLv3-Software, die nur unter der optionalen Klausel or later der GPL möglich ist. Die wurde jedoch von einigen Entwicklern als reine Notfalloption (englisch safeboat clause) betrachtet, nicht jedoch als regulĂ€re Möglichkeit die Lizenz signifikant zu Ă€ndern.cite-ref-landley2013-31-0[31] Auch sind die vorhandenen Projekte, die ihre Software ohne die optionale Klausel lizenziert haben, am bekanntesten der Linux-Kernel,cite-ref-linuxlicense-32-0[32] dadurch inkompatibel mit GPLv3-Software und können keinen Quelltext mit dieser austauschen.cite-ref-gpl2gpl3comp-33-0[33] Ein Beispiel ist die Bibliothek GNU LibreDWG, die nun nicht mehr von LibreCAD und FreeCAD verwendet werden kann.cite-ref-34[34]
Die signifikant erweiterte GPLv3 wird als essentiell inkompatibel zur GPLv2 bewertet,cite-ref-gpl2gpl3comp-33-1[33] KompatibilitĂ€t zwischen beiden Lizenzen ist nur ĂŒber die optionale Klausel this version or later gegeben, die jedoch von einigen Projekten nicht verwendet wird, beispielsweise dem Linux-Kernel.cite-ref-linuxlicense-32-1[32] 2011, vier Jahre nach der Veröffentlichung von GPLv3, sind laut den Daten von Black Duck Software nur 6,5 % aller Open-Source-Projekte unter GPLv3, wĂ€hrend 42,5 % der GPLv2 unterliegen.cite-ref-byfield2011-37-0[37] 2013, sechs Jahre nach der Veröffentlichung der GPLv3, ist laut Black Duck die GPLv2 weiterhin die mit Abstand hĂ€ufigst verwendete Lizenz.cite-ref-blackduck2013-38-0[38] Andere Autoren machten 2011 im Zusammenhang mit dieser Spaltung eine vermehrte Bewegung in Richtung von freizĂŒgigen Lizenzen aus, weg von Copyleft-Lizenzen.cite-ref-39[39]cite-ref-40[40]
Copyleft-Prinzip
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Hauptartikel
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Copyleft
Alle abgeleiteten Programme eines unter der GPL stehenden Werkes dĂŒrfen von Lizenznehmern nur dann verbreitet werden, wenn sie von diesen ebenfalls zu den Bedingungen der GPL lizenziert werden. Dies betrifft nur Lizenznehmer, nicht die Inhaber der Rechte. (Der Halter des Copyrights â das ist der Autor oder jemand, dem der Autor seine Rechte abgetreten hat â kann das Werk auch unter beliebigen anderen Lizenzen weitergeben.) Dieses Schutzverfahren benannte Richard Stallman âCopyleftâ â als Anspielung auf das Wort Copyright. Ziel ist, die Freiheit eines Programmes auch in der Weiterentwicklung von anderen sicherzustellen.cite-ref-pragmatic-41-0[41]
Dieses Prinzip findet sich auch in anderen Lizenzen â unter anderem in den GNU-Lizenzen (LGPL, AGPL und GFDL) sowie als âShare Alikeâ bezeichnet in einigen der Creative-Commons-Lizenzen.
KompatibilitÀt von Lizenzen mit der GNU GPL
Da die GPL bestimmte Freiheiten gewĂ€hrleistet und verlangt, dass selbige Freiheiten fĂŒr die Software-EmpfĂ€nger aufrechterhalten werden (auch bei anschlieĂender Weitergabe an weitere EmpfĂ€nger, oder bei Code-Ănderung oder Codeteile-Wiederverwendung: Copyleft), kann man GPL-lizenzierte Software-Teile nicht mit Software-Teilen kombinieren, deren Lizenzen verlangen, dass EmpfĂ€nger auf gewisse Freiheiten verzichten mĂŒssen, oder verlangen, dass weiteren EmpfĂ€ngern Freiheiten wieder entzogen werden mĂŒssen. Solche Lizenzen sind mit der GNU GPL inkompatibel.cite-ref-42[42]
Das GNU-Projekt verwaltet eine Liste von Lizenzen, die mit der GNU GPL kompatibel sind.cite-ref-43[43] Darunter gibt es auch bestimmte freizĂŒgige Freie Lizenzen (aber nicht allecite-ref-44[44]), die mit der GNU GPL kompatibel sind.cite-ref-45[45] FreizĂŒgige Lizenzen erlauben zwar fĂŒr sich genommen, dass Entwickler und Distributoren wahlweise den EmpfĂ€ngern bei Weitergabe bestimmte Freiheiten entziehen könnten (daher âfreizĂŒgigâ); jedenfalls ist solch ein Entziehen aber nicht zwingend erforderlich: Bei einer Kombination mit GPL-lizenzierten Software-Code-Teilencite-ref-46[46] ist solch ein Entziehen nicht erlaubt, wenn es die durch die GPL-gewĂ€hrten Freiheiten einschrĂ€nken wĂŒrde: GPL-lizenzierte Software-Code-Teile dĂŒrfen nur verĂ€ndert, erweitert oder mit anderen Software-Teilen zusammengefĂŒgt werden, wenn das kombinierte Resultat nach wie vor, allen EmpfĂ€ngern die Freiheiten der GPL gewĂ€hrt (das Copyleft der GPL muss erhalten bleiben).
Die FSF hĂ€lt Copyleft bei Programmbibliotheken zwar ebenfalls fĂŒr prinzipiell gerechtfertigt, erteilt jedoch fĂŒr Programme, fĂŒr die sie die Rechte besitzt, manchmal aus strategischen GrĂŒnden Ausnahmen, beispielsweise um die Akzeptanz einer Bibliothek zu erhöhen. In diesen FĂ€llen wird die Lesser General Public License (LGPL) von der FSF empfohlen, die explizit diese Nutzung erlaubt, ohne Copyleft-Forderungen an das aufrufende Programm zu stellen.
Anwendung auf ein neues Programm
Die GPL enthĂ€lt einen Anhang, der beschreibt, wie man die Lizenz auf ein neues Programm anwenden kann.cite-ref-47[47] Der Anhang enthĂ€lt eine Standardvorlage, in die noch der Name des Programms, eine kurze Beschreibung dessen, was es tut, das Jahr der Erstellung und der Name des Autors einzufĂŒgen ist. Die Vorlage enthĂ€lt einen Haftungshinweis, der warnt, dass das Programm ohne jegliche Garantie kommt. Sie lizenziert das Programm unter der jeweiligen GPL-Version, mit dem Zusatz âor (at your option) any later versionâ, der das Programm auch fĂŒr die Bedingungen zukĂŒnftig herausgegebener Fassungen der GPL öffnet. Damit steht das Programm automatisch auch unter einer neuen GPL-Version, sobald die Free Software Foundation eine solche herausgibt. Dadurch werden der Lizenzwechsel auf eine neue Version der GPL ermöglicht und KompatibilitĂ€tsprobleme zwischen unterschiedlichen Versionen vermieden. Einige Projekte verwenden die Vorlage auch fĂŒr die GPL-Version 2 ohne den Zusatz, da sie mit der GPLv3 nicht einverstanden sind. Die Vorlage enthĂ€lt noch einen Hinweis, wo man eine Kopie der GPL finden kann, wenn dem Programm keine Kopie beiliegt.
Variante der GPL: âGPL linking exceptionâ
In diesem Zusammenhang existiert eine Variante der GPL, die âGPL linking exceptionâ, bei der es erlaubt ist, unter dieser Lizenz stehende Komponenten shared oder static in den eigenen Programmcode einzubinden, ohne dass das entstehende Produkt auch unter der GPL stehen muss. Ein anderer Name fĂŒr diese Erweiterung ist âGPL with classpath exceptionâ. Unter dieser Lizenzvariante werden z. B. OpenJDK und AdoptOpenJDK vertrieben.
Rechtslage
Deutschland
Mit einer von 2000 bis 2002 erarbeiteten Modernisierung des deutschen Urheberrechts sollte gesetzlich verankert werden, dass ein Urheber auf eine angemessene VergĂŒtung in keinem Fall verzichten kann.cite-ref-49[49] Theoretisch hĂ€tte das fĂŒr HĂ€ndler, die freie Software verkaufen, eine Rechtsunsicherheit zur Folge gehabt, da Programmierer möglicherweise nachtrĂ€glich einen Anteil des Erlöses hĂ€tten verlangen können, was Möglichkeiten des Missbrauchs eröffnet hĂ€tte. Mit der ErgĂ€nzung des Gesetzentwurfs um die sogenannte Linux-Klausel wurde die GPL (und Ă€hnliche Lizenzen, die âunentgeltlich ein einfaches Nutzungsrecht fĂŒr jedermann einrĂ€umenâ, vgl. § 32 Abs. 3 Satz 3 UrhG) jedoch auf eine sichere rechtliche Basis gestellt.
Das Landgericht MĂŒnchen I bestĂ€tigte in einer schriftlichen UrteilsbegrĂŒndung vom 19. Mai 2004 (Az. 21 O 6123/04) eine einstweilige VerfĂŒgung, mit der einer Firma untersagt worden war, Netfilter ohne Einhaltung der GPL weiterzuverbreiten.cite-ref-gericht-best-tigt-50-0[50] Dies war das erste Mal, dass die GPL eine signifikante Rolle in einem deutschen Gerichtsverfahren spielte. Das Gericht bewertete die TĂ€tigkeiten des Beklagten als Missachtung einiger Bedingungen der GPL und somit als Urheberrechtsverletzung. Dies entsprach genau den Prognosen, die Eben Moglen von der FSF fĂŒr solche FĂ€lle zuvor gemacht hatte. Grundlage der Entscheidung war die deutsche Ăbersetzung der GPL, die vom Gericht ansatzweise auf die GĂŒltigkeit als AGB geprĂŒft wurde. Bei manchen Klauseln waren komplizierte rechtliche Konstruktionen bzw. Auslegungen nötig, um die ZulĂ€ssigkeit nach deutschem Recht zu erreichen. Die gegnerische Partei hatte die ZulĂ€ssigkeit der Bedingungen der GPL nicht angegriffen, sondern nur bestritten, ĂŒberhaupt der richtige Beklagte zu sein.
Am 6. September 2006 war die GPL am Landgericht Frankfurt am Main erfolgreich Bestandteil eines Verfahrens gegen D-Link (Az.: 2-6 O 224/06).cite-ref-51[51]
USA
Am 21. MĂ€rz 2006 scheiterte der US-Amerikaner Daniel Wallace mit einer Klage am Bezirksgericht im US-Bundesstaat Indiana gegen die FSF. Er hatte den Standpunkt vertreten, dass die GPL unwirksam sei. Sie erzwinge durch die VerfĂŒgbarkeit kostenloser Softwarekopien eine Preisabsprache zwischen den verschiedenen Anbietern, was einen VerstoĂ gegen den Sherman Antitrust Act darstelle. Der Richter John Daniel Tinder folgte dieser Auffassung nicht und bemerkte, dass eine Kartellrechtsverletzung schwerlich festgestellt werden könne, wenn die Interessen des KlĂ€gers von denen der Konsumenten divergieren. Klagen gegen Red Hat, Novell und IBM wurden ebenfalls abgewiesen.cite-ref-heise-klage-52-0[52]cite-ref-heise-klage2-53-0[53]
Sonstiges zur Rechtslage
Um die Rechte von GPL-Autoren zu schĂŒtzen und gegen VerstöĂe vorgehen zu können, grĂŒndete Harald Welte im Jahr 2004 das Projekt gpl-violations.org. Gpl-violations.org ist bereits mehrmals im Auftrag von Programmierern erfolgreich vor Gericht gezogen. In etlichen weiteren FĂ€llen konnte eine auĂergerichtliche Einigung erzielt werden.
Copyright
Das Copyright des Lizenztextes selbst liegt bei der Free Software Foundation (FSF). Diese erlaubt im Kopf der Lizenz das Kopieren und Verbreiten der Lizenz, verbietet jedoch die Modifikation des Lizenztextes. Damit wird sichergestellt, dass Rechte und Pflichten, die durch die GPL garantiert werden, nicht geĂ€ndert werden können, indem der Lizenztext geĂ€ndert wird. Auch wird dadurch verhindert, dass unterschiedliche inkompatible Versionen der GPL entstehen. Die FSF erlaubt die Schaffung neuer Lizenzen auf Basis der GPL, solange diese einen eigenen neuen Namen haben, die PrĂ€ambel der GPL nicht enthalten und sich nicht auf das GNU-Projekt beziehen. Dies geschah ursprĂŒnglich beispielsweise bei der GNU Affero General Public License, bevor diese von der FSF ĂŒbernommen wurde.
Die GPL bestreitet die Copyright-Gesetze des betroffenen Staates nicht, sondern akzeptiert diese und nutzt sie, um die beschriebenen Rechte und Pflichten durchzusetzen. Ein unter GPL lizenziertes Werk steht nicht in der Public Domain. Der Autor behĂ€lt â falls nicht ausdrĂŒcklich anders festgelegt â das Urheberrecht am Werk und kann im Fall der Nichteinhaltung der Lizenzbedingungen dagegen gerichtlich vorgehen.
Verbreitungsgeschichte
Wikipedia:WikiProjekt Ereignisse/Vergangenheit/2006
Auf dem Open-Source-Hoster SourceForge waren im Juli 2006 etwa 70 % der Software unter der GPL lizenziertcite-ref-54[54], im Mai 2016 nur noch etwa 59 % (87.692 Projekte mit GPLv2-Lizenz, 14.880 Projekte mit GPLv3-Lizenz, insgesamt 175.081 Projekte).cite-ref-55[55]
Das von Black Duck Software verwaltete Open Source Resource Center gab 2012 die Verbreitung der GPLv2 unter Open-Source-Projekten mit 32,65 % und die der GPLv3 mit 11,62 % an.cite-ref-57[57] Nach einer undatierten Liste der meistgenutzten Open-Source-Lizenzen liegen aktuellere Werte nur noch bei 20 % fĂŒr die GPLv2 und bei 8 % fĂŒr die GPLv3.cite-ref-58[58]
Die Firma Palamida betreibt eine âGPL3-Watchlistâ, laut derer von den 10.086 registrierten Projekten etwa 2946 unter der GPLv3 registriert sind, jedoch ist die Auswahl der Projekte nicht reprĂ€sentativ. Die Zahlen des Open Source License Resource Center lassen eher darauf schlieĂen, dass im Juli 2008 etwa drei bis vier Prozent der GPL-Projekte die dritte Version verwendeten. Nicht berĂŒcksichtigt ist dabei, dass der Standardtext der Free Software Foundation fĂŒr die Freigabe eines Programms unter der GPL vorsieht, dass die Nutzung auch unter jeder spĂ€teren Version der GPL erlaubt ist. Damit sind unter der GPL 2 lizenzierte Programme, die den Standardtext verwenden, auch unter der GPLv3 und zukĂŒnftigen Versionen nutzbar.
Kritik
Kritik an der GPL besteht hauptsĂ€chlich aus Kritik am starken Copyleft und Kritik am Prinzip der freien Software. Zum Beispiel bezeichnete Microsofts ehemaliger CEO Steve Ballmer 2001 Linux wegen der Auswirkungen der GPL als KrebsgeschwĂŒr.cite-ref-60[60] 2001 beschrieb Craig Mundie, Microsoft Senior Vice President, die GPL öffentlich als viral.cite-ref-61[61] Stephen Davidson von der Weltorganisation fĂŒr geistiges Eigentum verwendete in einem Leitfaden ĂŒber das Open-Source-Modell (in dem er allgemein eher zurĂŒckhaltende SchlĂŒsse zieht) die Bezeichnung viral fĂŒr die Copyleft-Eigenschaften der GPL.cite-ref-62[62] SpĂ€ter kritisierten andere die viralen Eigenschaften der GPL ebenfalls.cite-ref-gplvincomaptible-63-0[63]cite-ref-nmr-gpl-64-0[64]
Literatur
âą Till Jaeger, Olaf Koglin, Till Kreutzer, Axel Metzger, Carsten Schulz: Die GPL kommentiert und erklĂ€rt. OâReilly, Köln 2005, ISBN 3-89721-389-3.
âą Fabian SchĂ€fer: Der virale Effekt â Entwicklungsrisiken im Umfeld von Open Source Software. Karlsruhe 2007, ISBN 978-3-86644-141-5.
âą Lawrence Rosen: Open Source Licensing â Software Freedom and Intellectual Property Law. (englisch) Prentice Hall Juli 2004, ISBN 0-13-148787-6.
Siehe auch: Literatur ĂŒber Freie und Open-Source-Software
Weblinks
Lizenz
âą GPL Version 3, GPL Version 2, GPL Version 1 (englisch)
âą Inoffizielle deutsche Ăbersetzung der GPLv3 und GPLv2
ErklÀrungen, Analysen usw.
âą GPL Informationen von ifrOSS (Institut fĂŒr Rechtsfragen der Freien und Open Source Software)
⹠Buch: Die GPL - kommentiert und erklÀrt (Herausgegeben: ifrOSS, 2005)
âą A Practical Guide to GPL Compliance, Text des Software Freedom Law Center zum praktischen Umgang mit der GPL (englisch)
Einzelnachweise
cite-note-11. â werden z. B. bestimmte GPL lizenzierte Software-Teile in einer ganz anderen/neuen Software verwendet, so muss diese Software bei Weitergabe⊠dem EmpfĂ€nger ganzheitlich die Freiheiten der GPL gewĂ€hren (unter einer GPL-kompatiblen Lizenz stehen); auĂer wenn so geringe/wenige GPL Software-Teile genutzt werden (Snippet mit ein paar geringen Zeilen), dass "Fair Use" gelten wĂŒrde siehe KompatibilitĂ€t von Lizenzen mit der GNU GPL, Ref: Source Code in Documentation, Ref: GPL Fair Use, Ref: Linking with GPL, Ref: GPL Static vs Dynamic
cite-note-license-recommendations-software-22. â How to choose a license for your own work. Free Software Foundation, abgerufen am 10. September 2014 (englisch).
cite-note-33. â GPL FAQ: Does using the GPL for a program make it GNU Software?
cite-note-44. â GPL FAQ: Use GPL Tools to develop non-free programs
cite-note-55. â GPL FAQ: GPL require source posted to public, Unreleased modifications, Internal Distribution
cite-note-portlinux-66. â GPL FAQ: Port program to GNU/Linux (gilt auch unter GPL v2)
cite-note-77. â Anwendungsprogramme fĂŒr Linux (S. 18) (Altern.); Kein »derivative work« â eindeutige Fallgruppen (S. 65); Buch "Die GPL - kommentiert und erklĂ€rt" (Herausgegeben: ifrOSS, 2005)
cite-note-88. â Lizenzbedingungen (Memento vom 7. Januar 2012 im Internet Archive); Linux-GerĂ€tetreiber, 2. Auflage. (Englisch: 1, 2); Hinweis: die englische "3rd edition" besagt etwas vorsichtiger, dass das Nutzen von binĂ€ren ("binary form only" â also ohne Quellcode) "ladbaren Kernel-GerĂ€tetreiber-Modulen unter Linux", nicht eindeutig ist (bislang aber jedenfalls geduldet): Link
cite-note-99. â Dave Beal, Michael Barr: Embedded Linux and Copyright Law. In: barrgroup.com. 3. Dezember 2007, archiviert vom Original am 25. April 2014; abgerufen am 5. Oktober 2025 (englisch).
cite-note-1010. â also wenn z. B. nur LGPL-Bibliotheken, LGPL-Software-Teile und Teile mit freizĂŒgige Software-Lizenzen verwendet werden (eben nicht GPL), mĂŒssen nur die LGPL-Teile quelloffen und Ă€nderbar sein â etwaige eigenentwickelten Software-Teile unterliegen dann nicht diesem Zwang (selbst wenn das eingesetzte Betriebssystem unter GPL lizenziert ist, wie GNU/Linux)
cite-note-1111. â GPL FAQ: use GPL commercially
cite-note-1212. â Kommerzielle Software; nicht zu verwechseln mit proprietĂ€r (gnu.org)
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cite-note-2424. â Rob Landley: Re: Move GPLv2 vs v3 fun⊠lwn.net, 9. September 2006, abgerufen am 21. November 2015: âDon't invent a straw man argument please. I consider licensing BusyBox under GPLv3 to be useless, unnecessary, overcomplicated, and confusing, and in addition to that it has actual downsides. 1) Useless: We're never dropping GPLv2.â
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cite-note-2727. â RĂ©mi Denis-Courmont: VLC media player to remain under GNU GPL version 2. videolan.org, abgerufen am 21. November 2015: âIn 2001, VLC was released under the OSI-approved GNU General Public version 2, with the commonly-offered option to use "any later version" thereof (though there was not any such later version at the time). Following the release by the Free Software Foundation (FSF) of the new version 3 of its GNU General Public License (GPL) on the 29th of June 2007, contributors to the VLC media player, and other software projects hosted at videolan.org, debated the possibility of updating the licensing terms for future version of the VLC media player and other hosted projects, to version 3 of the GPL. [âŠ] There is strong concern that these new additional requirements might not match the industrial and economic reality of our time, especially in the market of consumer electronics. It is our belief that changing our licensing terms to GPL version 3 would currently not be in the best interest of our community as a whole. Consequently, we plan to keep distributing future versions of VLC media player under the terms of the GPL version 2.â
cite-note-fsfaffero-2929. â List of free-software licences on the FSF website: âWe recommend that developers consider using the GNU AGPL for any software which will commonly be run over a networkâ.
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cite-note-gpl2gpl3comp-3333. â Frequently Asked Questions about the GNU Licenses â Is GPLv3 compatible with GPLv2? gnu.org, abgerufen am 13. April 2011 (englisch): âNo. Some of the requirements in GPLv3, such as the requirement to provide Installation Information, do not exist in GPLv2. As a result, the licenses are not compatible: if you tried to combine code released under both these licenses, you would violate section 6 of GPLv2.â
cite-note-3434. â Michael Larabel: FSF Wastes Away Another "High Priority" Project. Phoronix, 24. Januar 2013, abgerufen am 22. August 2013 (englisch): âBoth LibreCAD and FreeCAD both want to use LibreDWG and have patches available for supporting the DWG file format library, but can't integrate them. The programs have dependencies on the popular GPLv2 license while the Free Software Foundation will only let LibreDWG be licensed for GPLv3 use, not GPLv2.â
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cite-note-byfield2011-3737. â Bruce Byfield: 7 Reasons Why Free Software Is Losing Influence: Page 2. Datamation.com, 22. November 2011, abgerufen am 23. August 2013: âAt the time, the decision seemed sensible in the face of a deadlock. But now, GPLv2 is used for 42.5% of free software, and GPLv3 for less than 6.5%, according to Black Duck Software.â
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